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  • Carré de sable in Informator “Ars” 2

    “Review”, Henryk Palczewski, Informator “Ars” 2, no. 39, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Solowe wydawnictwo przedstawiciela mlodego pokolenia skupionego wokól Ambiances Magnetiques. Urodzony w 1980 roku muzyk gra na skrzypcach od czwartego roku zycia. My znamy go z udzialu w takich przedsiewzieqciach jak: Fanfare Pourpour, L’hôtel du bout de la terra, Rouge ciel oraz mozemy zobaczyé go na kasecie video “Confidences d’une Fanfare” Richard Lavoie. W latach 2000-2001 wspólpracowal z Gaetan Leboeuf tworzac muzyke do tanca w choreografii Magie Gillis.

    Jego podstawowym instrumentem sa oczywiscie skrzypce ale tym razem daje sie nam poznac jako multiinstrumentalista a takze znalazca nowych dzwiekow tworzonych przez uzywanie przedmiotów. Ten CD wypelnione jest miniaturkami, prawie ze szkicami krókich chwil, mgnien i emocji z nimi zwiazanymi. Dominuje tradycja nowej elektrycznej muzyki kameralnej wzbogacona w awangardowy jezyk wspólczesnej muzyki elektro-akustycznej i preparowanej. Przewazaja pogodne, nieco zamyslone, nostalgiczne opowiadania, chociaz w paru momentach robi sie zlowieszczo, groznie i tajemniczo. Nawet brudne dzwieki preparu nie burza, glównego nastroju muzyki. To abstrakcyjna pozycja ale poprzez zdecydowane opisywanie namietnosci konkretyzuje sie, w nas bardzo jednoznacznie. On sam mówi, ze tworzyl muzyke zachowujac sie jak dziecko w piaskownicy i nie szukal wyrafinowanych struktur. I rzeczywiscie jego muzyka jest prosto bodowana ale przez charyzmat osobowosci twórcy uzyskuje potezna magie, i rytual stajac sie wazna w kazdym momencie, nie traca przy tym wspomnianej pozytywnej prostoty i poruszajac sie w przestrzeni wielu kolorów i odleglosci

    Speaking in Tongues in Bad Alchemy

    “Kritik”, Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, no. 43, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Auf Speaking in Tongues (AM 118) erklingen die improvisationen eines ungewöhnlichen trios, bestückt mit südindischer percussion von Ganesh Anandan, der’zeitgenössischen’ violine von Malcolm Goldstein und der präparierten gitarre von Rainer Wiens. Alle Zeichen verweisen also auf ‘Fusion’ oder ‘Weltmusik’. Die drei virtuosen, von denen Goldstein & Wiens mit Chants Cachés. (AM 066) schon einmal auf Ambiances magnétiques aufgetaucht sind, entziehen sich jedoch diesem klischee, indem sie ganz ohne Eklektizismen oder synthetische ‘Versöhnung’ einem abstrakten expressionismus frönen. Ethnische oder kulturelle zuordenbarkeit wird durchkreuzt durch reine klangverliebtheit, die mit chromatischen finessen vor allem der furiosen violine und mit Dynamikwechseln insbesondere der nuancierten percussion zu faszinieren versteht, während Wiens string-noise als rätselhafter schatten durch die webmuster irrlichtert. Ein highlight ist das gastspiel des saxophonisten Frank Lozano, der als liebeskranker esel Fra Ma Ga Ra zum kabinettstück an komik macht. Immer wenn sich das abgeklärte Know-how zu der im titel versprochenen pfingstlichen glossollalie hinreißen lässt, beginnt im funkenwirbel der geist derart purer musik zu zünden. In dieser einzig legalen form von brandstiftung ereignet sich als permanenter Geburts- und gärungsvorgang eine ‘Neue Musik’, die sich ihrer gänsefüßchen nicht zu schämen braucht.

    Risque et pendule in Bad Alchemy

    “Kritik”, Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, no. 43, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Die Heimstatt der ‘musique actuelle’ konnte 2003 ihr 20-jähriges Bestehen feiem. Wer sich nicht an die Anfänge erinnern kann, dem nufe ich René Lussiers Fin du travail (AM 000), Chants et danses du monde inanimé (AM 001) von Lussier & Robert Marcel Lepage, André Duchesnes Le Temps Des Bombes (AM 002), Conventum 77-79 + réédition (AM 003/004) und Soyez Vigilants, Restez vivants (AM 005) & Le Retour des granules (AM 006) von Les Granules ins Gedächtnis. In der Zahl ihrer Veröffentlichungen wurde inzwischen die 100 längst überschritten (für Statistiker — Canot-Camping, Expedition 4 von Jean Derome). Eine der aktuellen facetten dieses so mit dem aktuellen kokettierenden Labels bietet der chamber-jazz von L’Ensemble Pierre Labbé mit Risque et pendule (AM 117). Im Sextett von Pierre Labbé (Tenorsax, Flöte), Nathalie Bonin (violine), Julie Trudeau (cello), Bernard Falaise (e-gitarre), Fréderic Alarie (kontrabass) & Claude Lavergne (schlagzeug) mischen sich klassisch konnotierte streicherklänge mit einer angejazzten, spnunghaften polyrhythmik, deren wurzeln sich bis in die AM-gründerzeit und die art-rock-querverbindungen von conventum zu Henry Cow zurück verfolgen lassen. Die stücke sind von Labbé komponiert, aber so flexibel und flattrig dass sie manchmal wie aufgefädeite Stegreffeinfälie wirken und nur in der schnittigkeit und exaktheit der iumps und richtungswechsel ihre konstruktionsmuster verraten. L’empêcheur de tourner en rond wurde von Omette Colemans Video Games inspiriert und ‘verrät’somit eine weitere quelle für Labbé ambition. Was hier einmal mehr zur debane steht ist ein aquillbrium zwischen komponiertem und frisch erfundenem, zwischen stnuktur und freiheit, sowie eine methode, um dem Thema-Chonus-Thema-Elend des jazz zu entkommen. Mit der ‘femininen’ geschmeidigkeit, aber doch auch ‘romantischen’ gebundenheit der streicherinnen (die sich im elegischen Le blanc des yeux ausleben kann) reibt sich als ‘harter’ kontrast die rauhe tenorkakophonie und das choreographische gezucke des männerblocks. So kann Labbé art-jazz/rock-zwitter, ähnlich wie die verwandten Quebec-acts concord crash, hiatus und bobok, einiqermaßen verbindung zur aktualität halten, im sublimen abschöpfen von urbanem noise, mit rasanter schnitttechnik, durch flirts mit dem’verfemten teil’wohltemperierter nostalgie.

    Sang 9 in Bad Alchemy

    “Kritik”, Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, no. 43, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Dass die musique actuelle in Quebec nicht nur von den längst etablierten namen zehrt, zeigt die compilation Sanq 9 (DAME 2003). Hier tauchen gleich 20 lokale projekte auf, die den bisher unemhörten reichtum unter der eisbergspitze verkörpem. Vertreten sind die soloacts Kareya, Copromélomanie, James Schidlowsky und André Marceau, die duos Pascal Desjardins & Frédéric Léonard, Cléo Palacio-Quintin & Pascal Boudreault und Arborisationterminale, die trios Mélanie Auclair und Jocelyn Doctor Tellier, Face dans l’dash und Tutu Combo, die quartette In vitro, The Fighting Koalas, Dickie’S Nodan Levesky, Torngat und Malarafe, das quintett bobok, das sextett L’hexacorde, das septett Hiatus und mit den plunderphonischen Abräumem Concorde Crash sogar ein oktett. Selbst in der konzentration auf ausschließlich avanciertes ist die vielfalt der mixturen und Melangen derart stupend, dass der pianoverankerte high-energy-jazz von malarafe relativ anachronistisch wirkt. Diese szene besticht durch den stilmischenden Wildwuchs, der sich sein etikett ‘aktuell’ redlich verdient durch ungeniertes plündern im fundus von acoustic und electro. Echantillonneur (Frankokanadisch für Sampler), programmation, traitements, modulation, manipulation sonore, radioglyphe generator, table tournante und überhaupt électroniques sind nahezu unverzichtbar und haben die Gitarre auf den zweiten platz verdrängt, trotz der saitenlastigen L’Hexacord-Combo. Abenteuerliche noisecollagen und stilhybriden als Anything-Goes-Wildstyle bevorzugt mit live-risiko machen diese zusammenstellung zu einer fundgrube für menschen mit offenen ohren für die entdecker- & Erlinderlust an der ‘…Und-Anderes’-Frontier. Überhaupt überzeugt diese musik, die ohne groß zu übertreiben mit Aventureuse chercheuse de textures, Poésie transdisciplinaire oder Cocktail d’ambiances sonores radicales werben kann, durch ihren unpuristischen, fast hätte ich gesagt unpuritanischen, überschwang. Dabei hat sich diese szene nicht künstlich aufgebläht. Lediglich die namen Mathieu Deschenaux, der kontrabass bei Concorde Crash und bei Bobok spielt, und Fyanschiste Yaschenss, der ebenfalls bei Concorde Crash und als ausgeflippter freak mit dem Pot-pourri copromélomanie zu hören ist, tauchen doppelt auf. Ich kann nur dringend raten, die peilsender auf Quebec auszurichten, diese romanisch-katholische enklave im angloamerikanischen mehrheits-wir scheint vor spielwitz zu brodeln.

    Speaking in Tongues in Octopus

    “Critique”, Vincent Lecoeur, Octopus, no. 27, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Quand l’improvisation rime avec plaisir, c’est souvent du Québec qu’elle provient. C’est dans ce pays que le trio Anandan, Goldstein, Wiens, a enregistré Speaking in Tongues (Ambiances Magnétiques). Leur discussion instrumentale est tantôt rythmée et spontanée, tantôt apaisée et chercheuse. Avec beaucoup d’écoute mutuelle, le trio parvient à créer un langage riche qui ne tient pas que dans la variété instrumentale (des instruments indiens de Ganesh Anandan, le violon véloce de Malcolm Goldstein, la guitare préparée de Rainer Wiens). Les espaces silencieux sont préservés tout autant que les élans passionnés. C’est là le trésor d’une langue sans mots…

    Unison Rituals in Octopus

    “Critique”, Vincent Lecoeur, Octopus, no. 27, March 1, 2004
    Monday, March 1, 2004 Press

    Ce disque constitue une ambitieuse tentative de tisser de nouveaux liens entre le courant des minimalistes améncains et une sensibilité plus apaisée lorgnant du côté d’une épure à la française. C’est le second disque du compositeur et guitariste montréalais pour Ambiances Magnétiques, proposant des pièces — datant pour l’essentiel des années 90 — pour quatuor de saxophones ou ensemble restreint, autour de pianos, violoncelle et percussions… Une musique de chambre accessible et variée, qui peut être qualifiée d’académique par moments, mais dont naturel tout en rondeur laisse percer une grande intégrité. Une des nouvelles orientations de DAME?

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