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Departure in Bad Alchemy

“Kritik”, Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, no. 58, May 1, 2008
Thursday, May 1, 2008 Press

Der umtriebige Musique-actuelle-Drummer Pierre Tanguay, der aus Antwerpen stammende Saxophonist Erwin Vann und der Brüsseler Bassist Michel Mergaerts, mit Jahrgang 1950 der Seniorpartner, nannten ihr Trio nach dem Flughafen von Montréal YUL und den 12 Stücken auf Departure (MAM 005) gaben sie Vornamen. Während sich Vann auf MySpace einen Harem zugelegt hat, sind hier auch Männernamen vertreten. Die Musik ist tatsächlich eine intime, freundschaftliche, oft sogar zärtlich schmusende. Mergaerts spielt elektrisch, wie ansonsten auch Michel Hatzigeorgiou in Vanns belgischen Bands. Dennoch bleibt der Tenor durchwegs mild und melodiös, nur Nazumi scheint ein temperamentvolles Wesen zu sein, die Tanguay in Feuereifer versetzt und Vann von der Garbarek- zur Coltraneseite wechseln lässt. Sarah ist dann schon wieder Gegenstand tagträumerischer Schwelgerei, wenn auch melancholisch angehaucht. Mergaerts schleicht sich auf Samtpfoten an Marion heran und wer würde nicht gern Caroline heißen, um so süß angesungen zu werden wie von Vann? Tintin ist dann süß und funky zugleich. Aber sind sie nicht alle zum Seufzen schön und liebenswert?

Die Musik ist tatsächlich eine intime, freundschaftliche, oft sogar zärtlich schmusende.